29. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Auf dem Weg zur Selbst-Zensur

Jeder vierte Schriftsteller, der Angriffe durch Hate Speech, Hetze im Internet oder Shitstorms erlebt hat, ist in der Beurteilung von Sachverhalten vorsichtiger geworden. Jeder fünfte schreibt weniger über sensible Themen – zensiert sich also selbst. Die Hälfte der Betroffenen spürt Auswirkungen auf seine Psyche. Das geht aus der gemeinsamen Studie „Das freie Wort unter Druck“ des PEN-Zentrums Deutschland und des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock hervor, an der sich 526 Schriftstellerinnen und Schriftsteller beteiligt haben.

Die Untersuchung ergab auch, dass mehr als die Hälfte der von Angriffen betroffenen Autoren sich noch selbstbewusster mit ihrer Arbeit positionieren. Die Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden.

22. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Über sieben Millionen Buchkäufer weg!

Seit 2012 sind dem deutschen Buchhandel 7,3 Millionen Käufer abhanden gekommen. Höhere Buchpreise haben die Umsätze zwar stabilisiert, aber das sei keine Dauerlösung, wie Daniel Lenz, Mitherausgeber digital publishing report, betonte. Mit seinen düsteren Zahlen eröffnete er die Podiumsdiskussion „Der Kampf um die Leser“ auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt. Doch Aufgeben gilt nicht: Vom Feindbild Netflix und von Selfpublishern könnten Handel und Verlage viel lernen und wieder neue Leser gewinnen. Weiterlesen →

9. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Was verdienen Journalisten?

Über Geld redet man nicht? Von wegen: Die Freischreiber haben vor Kurzem ein Honorar-Tool online gebracht. Hier können Journalisten anonym und verschlüsselt melden, was sie verdienen und wie die Zusammenarbeit mit der Redaktion gelaufen ist. Auf diese Weise soll Transparenz geschaffen und Bewegung in die Gehaltsdebatte gebracht werden.

Denn: Guter Journalismus ist zeitintensiv und braucht daher faire Löhne und Honorare. Ab 2019 soll zusätzlich jährlich auf Grundlage der Daten ein entsprechender Report veröffentlicht werden.

5. Juli 2018
von Jens Brehl
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Verstöße gegen den Pressekodex – Diese Stellen sind für Beschwerden zuständig

Ob bei der Wahrung von Persönlichkeitsrechten, dem Verbot von Schleichwerbung, Trennung von redaktionellen Berichten und Werbeanzeigen, Grenzen der Recherche und mehr gibt der Pressekodex für Journalisten Richtlinien vor. Verstöße gegen den Pressekodex können von jedem kostenfrei gemeldet werden – doch zunächst gilt es herauszufinden, welche Stelle für Beschwerden überhaupt zuständig ist. Gerade Branchenfremden fällt der Durchblick schwer. Bis jetzt. Weiterlesen →

1. Juni 2018
von Jens Brehl
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Schleichwerbung bei Osthessen News?

„Junge Gebrauchte zu attraktiven Preisen“ und „bis zu 44 Prozent Rabatt (…) bei attraktiven Finanzierungsangeboten“ klingt nach dem Text eines Werbeprospekts eines Autohauses und nicht nach einem redaktionellen Beitrag. Besonders, wenn sich der Eindruck des werblichen Charakters durch zahlreiche Fotos von in Szene gesetzten Fahrzeugen erhärtet. Mitte Mai lud ein Fuldaer Autohaus zur „langen Nacht“ ein und das regionale Nachrichtenportal Osthessen News berichtete. Der Beitrag selbst erweckt allerdings den Verdacht der Schleichwerbung, was ein Verstoß gegen den Pressekodex darstellen würde. Weiterlesen →

27. April 2018
von Jens Brehl
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Bundesweite Falschmeldung wegen dpa

Friedlicher Protest oder gewalttätige Demonstranten? Als in der Nacht von Sonntag auf Montag die Polizei in Witzenhausen einen 27-jährigen Syrer zur Abschiebung abholte, waren die Polizisten laut eigener Aussage mit letzterem konfrontiert. Es versammelten sich Menschen auf der Straße, um die drohende Abschiebung zu verhindern.

Den Vorfall griff auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) auf und stützte sich dabei alleinig auf die Pressemitteilung der Polizei. Etliche Medien berichteten daraufhin von gewalttätigen Demonstranten. Allerdings stellte sich bei Recherchen vor Ort raus, dass mehrere Zeugen unabhängig voneinander von einem friedlichen Protest erzählen. In der Medienlandschaft ist allerdings mancherorts sogar von einer Straßenschlacht die Rede. Moritz Tschermak hat die Geschichte im BILDblog ausführlich beleuchtet und zeigt damit auf, wie fatal es ist, sich nur auf eine Informationsquelle zu verlassen.

13. März 2018
von Jens Brehl
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taz: In drei Jahren kein Geld mehr für die gedruckte Ausgabe

Bei den meisten Tagezeitungen sinken seit Jahren die Auflagen, so auch bei der taz. Entgegen dem Trend schrumpft dort jedoch sogar die digitale Reichweite. Für den Verlag ist es demnach höchste Zeit, zu agieren, möchte man nicht durch schwächer werdende Relevanz in Bedeutungslosigkeit versinken. „Bis heute fehlt im Haus eine grundlegende Analyse, woher der Einbruch bei taz.de kommt, sowohl technisch als auch inhaltlich“, heißt es im veröffentlichten Innovationsreport. Doch er zeigt noch weitere Baustellen auf. Weiterlesen →

12. Februar 2018
von Jens Brehl
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Zielgruppe kritische Mediennutzer

Sie wollen wissen warum so und nicht anders berichtet wurde, prüfen Fakten, haben extrem hohe Ansprüche an journalistische Arbeit, haken ständig nach, fragen, warum es zu bestimmten Themen kaum oder keine Berichte gibt und tun ihren Unmut auch dank sozialer Medien öffentlich kund. Anstatt brav zu konsumieren und vereinzelt Leserbriefe zu schreiben, mischen sich kritische Mediennutzer ein. Sie wollen hinter die Kulissen blicken – oder überspitzt gesagt, nerven sie im hektischen Redaktionsalltag. Dabei ist ein großer Teil der Kritiker eine wertvolle Zielgruppe: Sie wissen, dass es journalistische Qualität nicht zum Nulltarif geben kann. Weiterlesen →

29. Januar 2018
von Jens Brehl
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Zwischen Propaganda und Wahrhaftigkeit: Konstruktive Kritik auf der Ialana Medientagung

Medienkritik wird oftmals emotional und lautstark geführt. Jahrelang hat sich Frust angestaut und andererseits gibt es die Sehnsucht nach vielfältigen Perspektiven in der Berichterstattung. Wie Propaganda und Kampagnen funktionieren, aber auch wie wahrhaftiger Journalismus aussieht, diskutierten die Teilnehmer der Ialana-Medientagung “Krieg und Frieden in den Medien“ am vergangenen Wochenende in Kassel. Der Freigeber war am Samstag vor Ort. Weiterlesen →

23. Januar 2018
von Jens Brehl
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Mehr Geld für Buchautoren

„Haste mal nen Euro?“ Mit dieser Frage könnten auch Buchautoren ihre Mitmenschen ansprechen. Geht eines ihrer Werke über die (digitale) Ladentheke, kommt beim Urheber oft nicht mehr an. Dies möchte die Internetplattform Autorenwelt ändern und beteiligt Autoren im hauseigenen Webshop an den Erlösen. Weiterlesen →