10. Januar 2019
von Jens Brehl
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Die Rechte der Namenslosen

Seit 2009 wird seitens des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) im Rahmen der Aktion „Fotografen haben Namen“ an einem bestimmten Stichtag die Ausgaben der Tageszeitungen ausgewertet, ob bei den abgedruckten Bildern auch die Namen der Fotografen korrekt angegeben sind – teils mit ernüchterndem Ergebnis. So sind in der Ausgabe vom 23. April 2018 der Fuldaer Zeitung aus meiner Region gerade einmal bei etwa einem Drittel der Fotos die Namen angegeben. Allerdings sieht es in den Mitgliedermagazinen der DJV-Landesverbände und dem vom Bundesverband herausgegeben journalist ähnlich schlecht aus.

Bis auf eine Ausnahme fehlen bei den letzten drei Ausgaben der Mitgliedermagazine und des journalist mindestens bei jedem vierten Bild der Name des Fotografen. Beim Journal aus Nordrhein-Westfalen ist dies sogar bei der Hälfte der Fotos der Fall. Im Blickpunkt Ausgabe 4/18 sind auf Seite 9 meine Ergebnisse veröffentlicht.

3. Januar 2019
von Jens Brehl
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Verstoß gegen den Pressekodex: Von Osthessen News zu Focus Online

Es sieht wie ein redaktioneller Beitrag aus, doch in Wahrheit stammt der Text eins zu eins aus einer Pressemitteilung. Im Oktober besuchte Martin Häusling, Europaabgeordneter der Grünen, Fulda und hielt einen Vortrag. Der dazugehörige „Artikel“ auf Osthessen News ist nicht als Pressemitteilung gekennzeichnet, obwohl ihn die Stadtfraktion Bündnis 90/Die Grünen Fulda selbst verfasst hat. Auch Focus Online hat ihn übernommen, ohne ihn redaktionell zu prüfen oder zu kennzeichnen. Somit verstoßen beide Medien gegen den Pressekodex. Weiterlesen →

7. Dezember 2018
von Jens Brehl
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Recherche dauert an

Leider steht an dieser Stelle noch nicht der fertige Beitrag, sondern nur ein Hinweis. Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit einem Thema und die Recherche ist extrem zäh. Wie es sich journalistisch gehört, möchte alle Beteiligten zu Wort kommen lassen. Allerdings ist es gerade bei kritischen Fragen mitunter schwer, ins Gespräch zu kommen. Daher habe ich viel Zeit damit verbracht, schriftliche Anfragen zu verschicken, mit Assistenten von Geschäftsleitungen und Redaktionen zu telefonieren und hartnäckig nachzufragen. Ich hoffe, dass ich die Recherche noch im Dezember abschließen kann.

26. November 2018
von Jens Brehl
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„Shift“ kommt doch nicht

Kurz nach Mitternacht kam zunächst die Erfolgsmeldung: Herausgeber Daniel Höly hatte für sein Magazin „Shift“ das erste Fundingziel erreicht. Via Startnext waren auf den letzten Drücker 15.177 Euro im virtuellen Topf gelandet. Dennoch werden 2019 keine neuen Ausgaben erscheinen, die als Staffel konzipiert thematisch aufeinander aufbauen sollten. Weiterlesen →

23. November 2018
von Jens Brehl
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Dachbodenleiter + Campingtoilette = Judenversteck

Was wäre, wenn es im Dritten Reich bereits Computer, Internet, E-Mails, soziale Medien und Mobiltelefone gegeben hätte? In seinem Roman „NSA – Nationales Sicherheitsamt“ entwirft Andreas Eschbach genau dieses Szenario. Immer enger überwacht das Regime seine Bürger. Bargeld ist abgeschafft, jeder Kauf ist elektronisch erfasst. Wer zu viele Lebensmittel oder gar eine Dachbodenleiter und eine Campingtoilette gekauft hat, versteckt wahrscheinlich Juden oder andere Staatsfeinde. Doch die Nazi-Regierung will noch viel mehr, als „nur“ alles über seine Bürger wissen. Weiterlesen →

16. November 2018
von Jens Brehl
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„Shift“ steht kurz vor dem ersten Fundingziel

Das könnte klappen: Herausgeber Daniel Höly hat noch bis zum 25. November Zeit, das erste Ziel seiner Crowdfunding-Aktion zu erreichen. Knapp 11.000 der benötigten 15.000 Euro konnte er via Startnext bereits einsammeln.

Erreicht er das erste Fundingziel, erscheinen 2019 nach zweijähriger Pause mindestens zwei Ausgaben des Magazins „Shift“. Kommen gar 30.000 Euro zustande, bringt Höly alle vier Ausgaben heraus, die dieses Mal als Staffel konzipiert sind und thematisch aufeinander aufbauen.

29. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Auf dem Weg zur Selbst-Zensur

Jeder vierte Schriftsteller, der Angriffe durch Hate Speech, Hetze im Internet oder Shitstorms erlebt hat, ist in der Beurteilung von Sachverhalten vorsichtiger geworden. Jeder fünfte schreibt weniger über sensible Themen – zensiert sich also selbst. Die Hälfte der Betroffenen spürt Auswirkungen auf seine Psyche. Das geht aus der gemeinsamen Studie „Das freie Wort unter Druck“ des PEN-Zentrums Deutschland und des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock hervor, an der sich 526 Schriftstellerinnen und Schriftsteller beteiligt haben.

Die Untersuchung ergab auch, dass mehr als die Hälfte der von Angriffen betroffenen Autoren sich noch selbstbewusster mit ihrer Arbeit positionieren. Die Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden.

22. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Über sieben Millionen Buchkäufer weg!

Seit 2012 sind dem deutschen Buchhandel 7,3 Millionen Käufer abhanden gekommen. Höhere Buchpreise haben die Umsätze zwar stabilisiert, aber das sei keine Dauerlösung, wie Daniel Lenz, Mitherausgeber digital publishing report, betonte. Mit seinen düsteren Zahlen eröffnete er die Podiumsdiskussion „Der Kampf um die Leser“ auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt. Doch Aufgeben gilt nicht: Vom Feindbild Netflix und von Selfpublishern könnten Handel und Verlage viel lernen und wieder neue Leser gewinnen. Weiterlesen →

16. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Crowdfunding: Kommt „Shift“ zurück?

Totgesagte leben länger – zumindest im Fall des Magazins „Shift“ gibt es ein deutliches Lebenszeichen. Nach über zwei Jahren Pause sollen 2019 bis zu vier neue Ausgaben erscheinen, die dieses Mal als Staffel konzipiert sind und thematisch aufeinander aufbauen. Heute hat Herausgeber Daniel Höly dazu auf Startnext eine Crowdfundig-Aktion gestartet, mit der er 30.000 Euro einsammeln möchte. Weiterlesen →

9. Oktober 2018
von Jens Brehl
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Was verdienen Journalisten?

Über Geld redet man nicht? Von wegen: Die Freischreiber haben vor Kurzem ein Honorar-Tool online gebracht. Hier können Journalisten anonym und verschlüsselt melden, was sie verdienen und wie die Zusammenarbeit mit der Redaktion gelaufen ist. Auf diese Weise soll Transparenz geschaffen und Bewegung in die Gehaltsdebatte gebracht werden.

Denn: Guter Journalismus ist zeitintensiv und braucht daher faire Löhne und Honorare. Ab 2019 soll zusätzlich jährlich auf Grundlage der Daten ein entsprechender Report veröffentlicht werden.