Schauspieler Andreas Hoppe und der kanadische Teersand

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Andreas Hoppe dürfte den meisten Fernsehzuschauern vor allem durch seine Rolle als Kommissar Mario Kopper in der ARD-Krimireihe „Tatort“ bekannt sein. Darüber hinaus engagiert sich der Kanada-Liebhaber aktiv für den Umwelt- und Tierschutz. Zusammen mit dem Journalisten Konstantin Muffert plant er einen Dokumentarfilm über die katastrophalen Auswirkungen des Teersandabbaus in Kanada. Im Interview verrät er mehr über seine Motivation.

Andreas Hoppe Vorsicht Bulle

Andreas Hoppe ermittelt nicht nur beim ARD-Tatort, sondern auch in Umweltfragen.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Jens Brehl: Warum unterstützen Sie die geplante Dokumentation „Durch die Hölle ins Paradies“?

Andreas Hoppe: Die Zusammenarbeit mit Konstantin Muffert ist aus dem direkten Betroffen-sein entstanden. In Kanada habe ich die erste Mal in meinem Leben wirkliche Wildnis erlebt, was mich tief bewegt hat. Durch ihren Wunsch zur Ölsupermacht aufzusteigen, sind die Kanadier dabei, teils unberührte Natur unwiederbringlich zu zerstören. Da kann ich nicht tatenlos zusehen.

Jens Brehl: Was ist die Idee hinter dem Filmprojekt?

Andreas Hoppe: Viele Menschen in Europa wissen nicht, wie schädlich der Abbau von Teersand in Kanada ist. In der Provinz Alberta existiert ein Gebiet größer als England, welches zur giftigen Wüste geworden ist. Um an das Öl zu gelangen, wird die oberste Erdschicht bis zu einer gewissen Tiefe mit allem was darauf lebt abgetragen. Mittels eines Giftcocktails wird das Öl aus dem Teersand gelöst. Die Chemikalien werden danach direkt in die Landschaft gekippt. Sie versickern im Boden und verseuchen somit Grundwasser und Flüsse. Wir möchten dies und noch mehr den Zuschauern vor Augen führen und den Zusammenhang zu Europa verdeutlichen. Denn Öl aus Teersanden darf bisher nach Europa exportiert werden. Da fragen wir uns: Was nutzen unsere Klimaschutzbestrebungen, wenn wir Europäer das schmutzigste Öl der Welt kaufen?

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Kategorie: die anderen, die Freigeber Story | Schlagwörter:

Ein Kommentar

  1. Ich habe geweint, als ich die Bilder der maßlosen Umweltzerstörung gesehen habe. Ich war in Alaska und Westkanada, ich liebe diesen Teil unserer Erde ganz besonders: die Urwälder, die Tiere und vor allem die Natives, mit denen ich sehr freundschaftlichen Kontakt hatte.

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