Meine vielen Nebenjobs

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Ein neues Online-Format entsteht

Bereits seit Monaten habe ich die Idee für eine Mischung aus Blog und Online-Magazin. Ein Blogozine also. Wenn ich es umsetzen kann, soll dies noch bis Ende des Jahres passieren. Daher hatte ich am Freitag begonnen ein Konzept zu schreiben, zu überlegen für welche Zielgruppen es interessant ist, welche Themen wie und in welcher Rubrik behandelt werden sollen, wie der Name des Formats lauten könnte. Zudem muss ich festlegen, welche technischen Vorraussetzungen für die Internetseite erfüllt sein müssen.

Auch am Wochenende beschäftigte ich mich geistig mit dem Konzept, so dass ich am Montag meine aufgeschrieben Gedanken durchgehe. Exemplarisch habe ich einige Beiträge geplant, so als gäbe es das Blogozine schon. Ich möchte damit testen, ob die Themen zum Format passen und umgekehrt. Zudem überlege ich, wie ich die einzelnen Beiträge miteinander (thematisch) verknüpfen kann, so dass eine angenehme Leserführung zustande kommt.

Darüber hinaus beschäftige ich mich mit den möglichen Gründen, die gegen das Blogozine sprechen könnten. Daher schaue ich mir genau an, ob Kollegen und Medienunternehmen ähnliche Angebote haben. Ich entdecke weder im Internet noch in gedruckter Form mein Konzept, da es sich in meinen Augen deutlich genug unterscheidet. Nun spricht es nicht automatisch für den Start eines neuen Produkts oder Angebots, wenn es noch keines dieser Art auf dem Markt gibt. Es existiert ja auch keine Eissorte, die nach Schuhcreme schmeckt und das aus gutem Grund.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Geld. Da ich im neuen Blogozine hochwertige Beiträge veröffentlichen möchte, muss ich meine Recherchen auch finanzieren können. Daher mache ich mir gleich zu Beginn Gedanken über mögliche Sponsoren. Ich schlüpfe in die Rolle des Kaufmannes und überlege, ob das gebotene Umfeld überhaupt für Werbekunden interessant ist. Ich bin mir sicher, dass es genug Unternehmen gibt, die auch etwas bewegen und fördern möchten und es liegt an mir, diese zu finden und für meine Idee zu begeistern. Dabei möchte ich meine Energie viel lieber in die Inhalte und Recherchen stecken. Doch die wirtschaftliche Seite muss ich dazu auch berücksichtigen.

Warum das alles?

Am Abend bin ich mit meinem Tagewerk einigermaßen zufrieden. Freier Journalist zu sein ist manchmal mühsam und es gibt durchaus undankbare Momente. Mich treibt jedoch die Freude an, meine Berufung zu leben und nicht nur einen Job erledigen zu müssen. Jeden Tag wachse ich an meinen Aufgaben und lerne neue Sichtweisen kennen.

Gerade durch das Schreiben des Konzepts für das Blogozine ergibt sich eine wichtige Gelegenheit, mich und meine Arbeit zu hinterfragen, zu reflektieren. Möchte ich das wirklich, passt das zu mir, ist mein Tun auch für meine Mitmenschen ein Gewinn?

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Kategorie: meine Arbeit

3 Kommentare

  1. Lieber Jens,

    ich glaube manchmal wir sind der Gesellschaft mit unserem Denken, unserem Selbstverständis zur Selbstverantwortung und dem Leben ohne Zwänge und damit einer wirklichen Freiheit um Meilen voraus.
    Ich möchte meine Freiheit und mein Wirken niemals mehr gegen eine Macht der Manipulation tauschen. „Leben“ heißt sich selbst zu verwirklichen und Spaß und Freude zu haben. Täglich Neues zu erkennen, Neues als Erfahrung aufzusaugen und sich am Abend „im Spiegel auch wirklich ins Gesicht sehen zu können“. Deine Arbeit ermuntert jeden über den Tellerrand hinauszuschauen und neue tolle Dinge in seinem Leben zuzulassen. Mach weiter so!

    • Lieber Thomas,

      es sind eben diese von dir beschriebenen Freiheiten, die ich schätze und nicht mehr eintauschen möchte. Unter „freiberuflich“ verstehe ich „frei meiner Berufung zu folgen“.

      Danke für deine Ermutigung und deine zahlreichen konstruktiven Kommentare!

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