Leser im Visier der Medien

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Der Sündenfall des Guardian

Das Onlinemagazin „Das Filter“ überprüfte bei einem ausgewählten Querschnitt von 22 beliebten Internetseiten, wer die meisten Tracker nutzt und damit verbunden auch die meisten Leserdaten an Drittanbieter weiterreicht. Ausgerechnet das Internetangebot des britischen Guardian führt die Hitliste an. Die Zeitung ist nicht nur allgemein überwachungskritisch, sondern hier wurden auch die ersten Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden bezüglich der globalen Überwachung veröffentlicht. Laut Snowden hat der Geheimdienst auch Zugriff auf die Daten von Google. Ein weiterer Grund, neben Trackern auch Google Analystics kritisch zu betrachten.

Erste Hilfe: Google Analytics und andere Tracker blockieren

Internetnutzer können leicht die Spionage durch Google Analytics und Tracker unterbinden. Hierfür eignet sich beispielsweise die kostenfreie Erweiterung „Ghostery“. Sie ist für alle gängigen Browser erhältlich und schnell installiert. Sie zeigt dem Internetnutzer an, welche Tracker auf den besuchten Internetseiten aktiv sind und auf Wunsch werden diese auch blockiert. Ich persönlich setze die Firefox-Erweiterung „NoScript“ ein.

Verlage sind Wirtschaftsunternehmen und sie müssen Journalismus finanzieren. Gerade im Internet, wo Leser an Kostenlos-Inhalte gewöhnt sind, ist das mitunter schwer. Daher ist es einerseits verständlich, dass sie ihre Werbeeinahmen optimieren möchten – aber zu welchem Preis?

Sollte eine Zeitung demnächst wieder über die Machenschaften von Google & Co berichten, so darf man die Redaktionen gerne fragen, wie das noch mal genau mit dem Glashaus und den Steinen war.

 

 

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