Gegenwind von Mats und Moritz

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Einkalkulierter Ärger und mediale Erfolge

Über das Einhalten des Pressekodex wacht der deutsche Presserat. Dieser wird allerdings erst dann tätig, wenn ihm konkrete Beschwerden vorliegen. In der Vergangenheit haben Tschermak und Schönauer 22 Artikel beim Deutschen Presserat eingereicht, woraus insgesamt 15 Maßnahmen resultierten: 5 Rügen, 5 Missbilligungen und 5 Hinweise. Nur die Rügen müssen die Verlage öffentlich machen, doch auch wenn sie sich verweigern drohen keine Konsequenzen – Geldstrafen oder dergleichen existieren nicht. Daher wird der Deutsche Presserat mitunter als „zahnloser Tiger“ bezeichnet. Was kümmert die betreffenden Redaktionen Beschwerden vom Presserat, wenn ethisch-moralisch fragwürdige Arbeitsweisen auf der Tagesordnung stehen und das Geschäftsmodell bestens funktioniert? Auch Tschermak ist sich sicher: „Rügen werden nichts an der Art der Berichterstattung ändern.“

Die beiden Journalisten geben sich keiner Illusion hin, mit ihrem Blog etwas gegen die großen Verlage ausrichten zu können. Dazu ist deren Einfluss (noch) zu groß. Immerhin erreichen sie ihr Ziel, ein ehemals vernachlässigtes Thema ins öffentliche Licht zu ziehen. Damit geben sie auch Anlass zu weiterer Berichterstattung: Jeden zweiten Montag schreiben die beiden eine Kolumne für den Medienteil des „Tagesspiegel“, die es ohne ihren Blog nicht gegeben hätte. Selbst Markus Lanz sprach mit Helene Fischer bei „Wetten dass..?“ über ihre negativen Erfahrungen mit der Regenbogenpresse. Mit dabei waren Bildausschnitte vom Blog Topfvollgold.

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