DGB demonstrierte vor den Toren der Fuldaer Zeitung

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Die arbeitgebernahe Initiative ist als Denkfabrik eine klassische Lobbyorganisation, die durch Öffentlichkeits- und speziell Pressearbeit marktliberale Reformen anstoßen möchte. Müller führte während der Kundgebung Artikelbeispiele an, anhand derer er die einseitige Berichterstattung darlegte. Sporadisch unterbrochen wurde er von kurzem Applaus oder durch vereinzelte zustimmende Pfiffe.

Die Fuldaer Zeitung sei allerdings aus Sicht des DGB schlecht beraten, ihre bisherige Veröffentlichungspraxis beizubehalten. Müller empfiehlt, nicht weiter große Teile der osthessischen Bevölkerung in der Berichterstattung auszublenden und hofft, mit Aktionen wie die Kundgebung zu einem Wandel im Hause Parzeller, in dem die Fuldaer Zeitung erscheint, beitragen zu können – denn: „Eine bessere Zeitung für Fulda würde alle gesellschaftlichen Gruppen entsprechend abbilden.“

Das Tor blieb geschlossen

Mit einer Reaktion aus dem Hause Parzeller hatte er nicht gerechnet. „Es gehört zum Spiel, dass das Tor heute hier geschlossen ist“, sagte er im ruhigen Ton. Man wisse, dass Mitarbeiter der Fuldaer Zeitung angewiesen wären, sich während der Kundgebung nicht in der Nähe des Tores aufzuhalten. Lediglich drei Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes waren zu sehen, die den Eingang zum Firmengebäude bewachten.

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Mini-Demonstration vor dem verschlossenen Tor.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Laut Veranstalter waren 150 Teilnehmer dem Aufruf zur Kundgebung gefolgt, realistischer sind allerdings 50 Demonstranten. Es habe keine gedruckten Flyer oder ähnliches gegeben, lediglich eine Einladung per E-Mail wurde an Interessenten verschickt. „Obwohl wir zwar nicht die erhoffte Teilnehmerzahl erreicht haben, bewerte ich unsere Aktion dennoch positiv, denn wir haben heute ein Signal gesetzt“, sagte Müller abschließend.

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Kategorie: Medien, Medienalltag

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