Zweite Ausgabe von Shift kommt ohne Plan B

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Es ist vollbracht: Auch die zweite Ausgabe von Shift hat Herausgeber Daniel Höly erfolgreich per Crowdfunding finanziert. Dazu sammelte er knapp über 15.000 Euro auf Startnext ein. Anfang April wird sein Magazin mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren an den Kiosken landen. Warum die zweite Kampagne nach der ersten erfolgreichen kein Selbstläufer war und welche unternehmerische Risiken Höly im Vorfeld auf sich genommen hat, erklärt er im Interview. shift-webbanner-freigeber

Jens Brehl: Warum haben Sie sich, um auch die zweite Ausgabe von Shift zu finanzieren, wieder für Crowdfunding entschieden?

Daniel Höly: Im Vorfeld habe ich Investoren gesucht, die mir zugesichert hätten redaktionell unabhängig arbeiten zu können. Leider wurde dieses Kriterium nicht erfüllt, was für mich jedoch entscheidend ist, wenn ich ein Magazin herausgebe. Crowdfunding bietet die Möglichkeit Förderer zu gewinnen, denen unabhängiger Journalismus etwas wert ist und ihn deswegen auch unterstützen.

In meinem Fall muss man ja von „wieder unterstützen“ sprechen, denn einige Förderer waren auch schon bei der ersten Kampagne 2013 mit dabei.

Jens Brehl: Ist nach der ersten erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne die zweite automatisch ein Selbstläufer? Schließlich mussten Sie etliche Unterstützer nur noch einmal aktivieren, oder?

Daniel Höly: Könnte man durchaus meinen, aber Crowdfunding ist generell alles andere als ein Selbstläufer. Schließlich wartet niemand auf mich, damit er mir sein Geld geben kann. Mir war unklar, ob die Unterstützer der ersten Kampagne noch einmal aktiv werden. Sie hätten sich ja daran stören können, dass ich auch die zweite Ausgabe per Crowdfunding finanzieren möchte.

Mein Vorhaben hätte ebenso krachend scheitern können. Das wäre dann auch ein wertvoller Hinweis gewesen, dass das Interesse an Shift nicht mehr ausreichend vorhanden ist.

Jens Brehl: Was wäre denn passiert, wenn die Kampagne gescheitert wäre?

Daniel Höly: Keine Ahnung; Was-wäre-wenn-Fragen sind schwer zu beantworten. Manchmal kann es eben förderlich sein, keinen Plan B in der Tasche zu haben. Dann steckt man alle Energie in Plan A, damit dieser funktioniert. So war es auch bei meiner zweiten Kampagne.

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