transform-Magazin: Crowdfunding keine Dauerlösung

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Der Erfolg gibt den Machern des transform-Magazins recht, denn für die ersten beiden Ausgaben sammelten sie jeweils per Crowdfunding auf Startnext knapp über 10.000 Euro ein. Feste Löhne fließen zwar nicht, dafür die ersten kleinen Honorare und das Magazin beschert zumindest keine Verluste. Doch Crowdfunding per Startnext soll keine Dauerlösung sein, wie Chefredakteur Richard Gasch verrät – aber auf Werbekunden möchte man weiterhin komplett verzichten.

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„Es braucht eine emphatische Revolution. Wir müssen lernen dort mitzufühlen und empathisch zu sein, ‚wo es wehtut‘, wo man es nicht erwartet, abseits der immer gleichen Bekundungen“, schreibt Jan Korte in der 2. Ausgabe.

„Wenn wir uns nicht von Werbedienstleistern abhängig machen wollen, können wir uns nur durch die Leser finanzieren“, sagt Gasch. „Wir stellen uns eine Welt vor, in der der Verbrauch an Ressourcen nicht mehr so gewaltig ist wie heute. In der jetzigen Form wird es auch nicht ewig so weitergehen können. Daher ist es für uns unpassend, für Produkte und Konsum zu werben.“

Ihre Bestellung bitte!

Bereits bei der ersten Crowdfunding-Kampagne bemerkten die Macher des transform-Magazins, dass die meisten keine großen Summen spendeten, sondern das Heft vorbestellten. So war die Idee geboren, auch bei den weiteren Ausgaben zunächst Vorbestellungen einzusammeln, um den Druck finanzieren zu können. Ob dies künftig weiterhin per Startnext oder über die eigene Internetseite geschehen soll, ist noch offen.

Auch klassische Abonnements wären denkbar. Allerdings besteht hier durch die Themenschwerpunkte eine gewisse Gefahr, denn sie nehmen einen Großteil der Ausgaben ein. So kann es sein, dass sich Abonnenten für das jeweilige Thema nicht erwärmen können.

Während die ehrenamtlichen Redakteure und Journalisten die dritte Ausgabe produzieren (den Themenscherpunkt allerdings noch nicht verraten wollen) muss sich auf Dauer zeigen, ob das Konzept wirtschaftlich tragfähig ist. In der Projektbeschreibung zur zweiten Crowdfunding-Kampagne gab es ehrliche Worte: „Wir mussten einsehen, dass werbefreier Journalismus praktisch nicht funktioniert. Wir arbeiten weiterhin alle ehrenamtlich, weil wir glauben, dass transform spannend ist, die Welt verbessert und so. Nur verdienen wir bisher halt keinen Cent damit.“

Freier Zugang zu Informationen dank Creative Commons

Wie auch im Freigeber-Blog, sind sämtliche Inhalte des transform-Magazins als kulturelle Gemeingüter unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht. „Wir möchten, dass die Inhalte allen gehören, denn Informationen sollten frei sein.“ Trotz der kostenfreien digitalen Version, greifen genug Leser zur gedruckten Ausgabe. „Wir drucken bewusst auf hochwertigem Recyclingpapier und geben uns mit dem Layout große Mühe.“ So entstehe ein edles Printprodukt.

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2 Kommentare

  1. cool, kannte das magazin noch nicht. warst schneller. skandal ;-)

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