taz im Zeichen des Wandels

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Medienunternehmen sind immer wieder das Ziel von Übernahmen, es sei denn, sie agieren als Genossenschaft. Doch gerade weil die taz dieses Unternehmensmodell bereits vor Jahren gewählt hat, übernahm die Allianz der Alternativen das redaktionelle Ruder. Das Ergebnis der freundlichen Übernahme ist eine Wochenendausgabe, die sich intensiv mit solidarischen Gesellschaftsmodellen und einer gemeinwohl-orientierten Wirtschaftsweise beschäftigt. Nicht die Probleme stehen im Fokus, sondern Lösungsmöglichkeiten.

Keine Frage, bei Begriffen wie Gemeinwohl-Ökonomie, solidarische Landwirtschaft, Transition Towns, Shareconomy, Open Source, Gemeingüter, Stadtgärtnern und dergleichen kann einem der Kopf schwirren. Was bedeuten sie und vor allem wie hängt alles zusammen? Um das zu klären und einen Überblick zu schaffen, berichten nicht nur Journalisten über Projekte und Persönlichkeiten, sondern die Engagierten selber sind für die ersten 28 Seiten der Wochenendausgabe vom 5. September redaktionell verantwortlich.

„Auch die taz ist ja ein Beispiel für gelungenes Wirtschaften jenseits der üblichen ökonomischen Verwertungszwänge“, sagt Reiner Metzger, Ressortleiter der taz-Wochenend-Redaktion, der die taz.zum Wandel koordiniert. „Mit unseren Gästen wollen wir unseren LeserInnen Bewegungen und Geschichten des Gelingens vorstellen. Den Kapitalismus kritisieren ist nicht schwer, aber wie sieht eine bessere Wirtschaftweise konkret aus?“

Viele Gesichter, ein Ziel: Gemeinwohl jetzt!

Es sind unzählige Initiativen und kreative Köpfe weltweit, die an einem neuen Wirtschaftsmodell bauen. So vielfältig die Ansätze auch sind, das Ziel ist immer das gleiche: soziales Wirtschaften im Einklang mit der Natur und selbstbestimmtes Leben.

„Die Zukunft hat längst begonnen. Sie kommt weder aus Hollywood noch aus der City of London. Sie erzählt sich dezentral und hochdivers in zahllosen Geschichten des Anders-Denkens und Anders-Handels. Langsam, aber sicher entwickeln diese Nischen und Alternativen Systemrelevanz“, schreiben Christian Felber, Vordenker der Gemeinwohl-Ökonomie, und Ute Scheub, taz-Gründerin“ in ihrem Leitartikel.

Den Machern der Wandel-Wochenendausgabe ist es gelungen, die verschiedenen Ansätze vorzustellen und auch deren Zusammenhänge zu verdeutlichen. Gerade der unkonventionelle Ansatz die Ressourcen der taz anderen verfügbar zu machen, macht den Reiz aus. Besonders, wenn es darum geht, Mediennutzer auch zu motivieren statt mit Katastrophen-Meldungen zu schocken.

„Wer den ganzen Tag nur mit Problemen konfrontiert ist, sieht bald nur noch schwarz. Der lösungsorientierte Journalismus hat daher soziale und ökologische Innovationen der Zivilgesellschaft im Fokus. Er kann aus der Resignation herausführen, indem er Menschen grundsätzlich dafür öffnet, dass es Lösungsansätze und engagierte Leute gibt“, sagte Dr. Uwe Krüger in einem Interview gegenüber dem Freigeber.

Die Wochenendausgabe der taz vom 5. September ist weiterhin in digitaler Form erhältlich.

Auch der Freigeber leistet seinen Beitrag

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In meinem kürzlich erschienen Buch „Herzensfolger“ widme ich mich dem Thema, wie ich mir auch im Beruf im Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zwang und dem Traum vom Gemeinwohl treu bleiben kann.

In seinem Artikel spricht der freie Journalist Manfred Monzheimer Klartext: „Unabhängige, kritische, qualitativ hochwertige Informationen, die nach den Regeln guten journalistischen Handwerks produziert werden, sind ein Gemeingut. Sie sind unerlässlich für das Funktionieren einer freien, demokratischen Gesellschaft. Ebenso wie saubere Luft, öffentliche Sicherheit und kostenlose Schulbildung.“

Aus diesem Grund sind sämtliche Inhalte meines Blogs frei zugänglich und stehen als kulturelles Gemeingut unter einer Creative Commons Lizenz.Dies ermöglichen freiwillig zahlende Leser und Sponsoren. Immer wieder berichte ich über lösungsorientierten Journalismus und innovative Medienprojekte. Wie beispielsweise die ehrenamtlich erstellte Fuldaer Bürgerzeitung „Agora“, die alle drei Monate erscheint und die damit das Themenspektrum der regionalen Medien erweitert.

 

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Kategorie: die anderen, meine Arbeit | Schlagwörter:

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