Radio München: Für Kultur und Gemeinwohl

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Im Sommer 2014 ging Radio München erstmals auf Sendung und hat sich auf Kultur im weitesten Sinne spezialisiert. Der gemeinnützige Sender möchte gesellschaftlichen Wandel begleiten und seinen Hörern ermöglichen, ihn zu verstehen und teilzuhaben. Nun haben die Radiomacher einen Einstiegsbericht für Gemeinwohl-Unternehmen veröffentlicht.

Bereits in den ersten Monaten berichtete Radio München über die Gemeinwohl-Ökonomie. „Da ich mir schon immer Gedanken über alternative Wirtschaftsformen gemacht habe, waren wir am Thema nahe dran“, erklärt Geschäftsführerin und Redaktionsleiterin Eva Schmidt. Der nächste logische Schritt war es, sich selbst der Gemeinwohl-Ökonomie anzuschließen.

Die Grenzen verschwimmen: Kunde oder Produzent?

Im Einstiegsbericht wurde das Unternehmen überprüft, wie sehr es am Gemeinwohl orientiert ist. In den nächsten Jahren soll eine entsprechende Gemeinwohl-Bilanz folgen. Für Schmidt war es faszinierend, Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, zu hinterfragen und anschließend neu zu beurteilen. „Es ist schwer zu beantworten, wer bei uns Kunde und wer Produzent ist.“ Radio München ist frei empfangbar und finanziert sich über einen „Freundeskreis“ von Personen, die feste finanzielle Beiträge spenden. Der Betrieb wird demnach durch eine Gemeinschaft getragen. Doch auch nicht zahlende Hörer können den Sender frei empfangen. Generell stellt Schmidt fest: „Journalismus ist für mich nicht über Werbung finanzierbar.“

Keine Interessenskonflikte als Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie

Auch als Mitglied möchte der Sender weiterhin über die Gemeinwohl-Ökonomie berichten. „Da sie sich stets weiter entwickelt, gibt es sicherlich auch etwas, was man kritisch sehen kann. Ich bin in keiner Weise abhängig“, bekräftigt Schmidt.

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