1. März 2017
von Jens Brehl
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Public Relations als Notlösung

Schlechte Bezahlung und unsichere Arbeitsplätze sind eine schlechte Kombination. Daher wechseln Journalisten mitunter die Seiten des Schreibtisches, indem sie künftig als PR-Berater arbeiten.

Kommunikationswissenschaftler Thomas Koch befragte gelernte Journalisten über ihren Seitenwechsel, wie die taz berichtet. So manch ein ehemaliger Kollege bedauert, keine kritischen Fragen mehr stellen und daher nicht mehr umfassend informieren zu können. Doch im Sinne von „ich bin zwar nicht mehr so jung, brauche aber trotzdem das Geld“, zieht die PR-Branche Journalisten an. Mehr dazu in der taz.

10. November 2016
von Jens Brehl
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„Die Fehlerhäufigkeit in Zeitungen ist mitunter unerträglich“

Auf Vorwürfe à la „Lügenpresse“ hat die Main-Post nicht gewartet, sondern bereits 2004 die Stelle eines Medienombudsmanns geschaffen. Seitdem kümmert sich Anton Sahlender als Leseranwalt um Beschwerden, kritisiert Beiträge des eigenen Mediums und erklärt die Arbeitsweise der Redakteure. Über 600 Kolumnen hat er bereits veröffentlicht. Wer den Protest von Lesern ignoriert, der beschädigt auf Dauer die eigene Marke und sorgt für einen steten Vertrauensverlust. Doch wer zwischen Medienmachern und -nutzern vermitteln möchte, braucht auch ein dickes Fell. Weiterlesen →

27. September 2016
von Jens Brehl
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Jung-Journalisten-Tag beim hr: „Radio ist immer ein Kompromiss“

Wie wählen Radiomacher die passende Musik, nach welchen Kriterien gestalten sie das Programm und ist das Volontariat der beste Einstieg in die Branche? Diese und weitere Fragen wurden am Jung-Journalisten-Tag beim Hessischen Rundfunk (hr) am 23. September diskutiert. 54 junge und wissbegierige Kollegen zogen auch die ansprechenden Workshops in die Sendezentrale in Frankfurt am Main. Weiterlesen →

21. September 2016
von Jens Brehl
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Das Leben als Freiberufler…

… hat viele Vorteile, aber auch Nachteile. Oft kann man sich seine Arbeitszeit frei einteilen, sich auch eigenen Projekten widmen und dergleichen. Aber es gibt auch Termindruck, Existenzangst als (ständiger) Begleiter und die Gefahr als Einzelkämpfer zu vereinsamen.

Schon eine ganze Weile wollte ich mein Leben als Freiberufler weiter beschreiben, doch dank @ojour_de bin ich per Twitter auf den Artikel „13 Jahre als freier Autor. Was ich in dieser Zeit gelernt habe.“ von Falko Löffler aufmerksam geworden. Der sagt eigentlich alles.

13. September 2016
von Jens Brehl
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Dauer-Crowdfunding als Lösung?

Journalisten, Blogger, Podcaster, Youtuber & Co. stehen oft vor dem gleichen Problem: Wie verdienen sie neben Anerkennung für digitale Inhalte auch Geld? Die wenigsten können oder möchten sich mit Vertrieb beschäftigen. Daher entwickeln die Chefs von Krautreporter, Sebastian Esser und Philipp Schwörbel, die Plattform „Steady“. Für eine Gebühr von fünf Prozent übernehmen sie die Abwicklung der darüber vermittelten Abos. Weiterlesen →

17. August 2016
von Jens Brehl
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Ich glotz kein TV!

Vermehrt begegnen mir Menschen, die mir stolz erzählen, (schon seit Jahren) nicht mehr fern zu sehen. TV gucken ist scheinbar das neue Rauchen. Die Verweigerer bringen zum Ausdruck, dass sie ihre kostbare Zeit besser nutzen und sich nicht von Informationsmüll in Form von Verblödungssendungen zuschütten lassen. Anstatt das von mir erwartete Lob zu bekommen, antworte ich meist mit „Schade!“ und ernte entsetzte Blicke. Weiterlesen →

6. Mai 2016
von Jens Brehl
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detektor.fm: Transparenz ist Programm

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Allerdings scheinen viele Radiomacher das Sprichwort nicht zu kennen oder sie ignorieren es. Oftmals wird im Programm gelogen, dass sich die Balken biegen. Für mehr Transparenz kümmert sich mit ihrem Tutzinger Appell die Initiative fair radio, welche nächstes Jahr zehn Jahre alt wird. Bislang hat allerdings detektor.fm als einziger Sender den Appell unterzeichnet. Grund genug, mit Geschäftsführer Christian Bollert über die Hintergründe zu sprechen, denn: Lügen sind durchaus verlockend. Weiterlesen →

19. April 2016
von Jens Brehl
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Pressefreiheit? Doch nicht bei mir!

Werde ich in letzter Zeit nach meinem Beruf gefragt, verziehe ich immer häufiger gequält das Gesicht und möchte am liebsten gar nicht antworten. Murmele ich dann „Journalist“, dauert es nur wenige Sekunden, bevor es losgeht: „Aber in Deutschland gibt es überhaupt keine Pressefreiheit, alles ist gelogen und alle schreiben das Gleiche.“ Ehe ich es mich versehe, stecke ich wieder einmal in einer Diskussion, die mich an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. So paradox es klingt: Einige Forderer einer freien Presse beschweren sich (lautstark), wenn Medien tatsächlich frei berichten. In vielen Punkten sind die Vorwürfe daher scheinheilig. Weiterlesen →

5. April 2016
von Jens Brehl
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Wider den Beschiss: Ethisches Radio wäre so einfach

„Das Böse ist immer und überall“, sang einst die Band „Erste Allgemeine Verunsicherung“. Nicht nur wenn dieses Lied im Radio läuft, heißt es mitunter genau hinhören, denn: „Im Radio lässt es sich leicht betrügen, weil wir keine Bilder übertragen. Im Grunde kann man den Hörern alles Mögliche erzählen“, sagt die freie Hörfunkjournalistin Sandra Müller, die 2007 die Initiative „fair radio“ mitgegründet hat. In Zeiten von „Lügenpresse“ spielen Radiosender mit dem Feuer, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit mit fragwürdigen Methoden leichtfertig aufs Spiel setzen. Dabei sei ethisches Radio leicht machbar. Weiterlesen →