11. Dezember 2017
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Journalisten raus aus der Filterblase

Der Facebook-Feed bestätigt mein Weltbild, auch meine realen Freunde teilen die gleichen Werte, Arbeitskollegen haben den ähnlichen Werdegang und schwupps erreichen mich andere Meinungen und Sichtweisen mitunter nur noch spärlich. Ich sitze dann in der berühmten Filterblase. Wie wir wieder hinaus finden, diskutierten am vergangenen Samstag Journalisten auf der Medienhaus-Netzwerk-Tagung 2017 (#MHN17). Weiterlesen →

23. Oktober 2017
von Jens Brehl
4 Kommentare

Gemeinsame PR-Aktion von Medienmagazin journalist und Bayer

Mitte September veranstaltete das Magazin journalist mit der Bayer AG als gemeinsame PR-Aktion einen Workshop zum Thema „Landwirtschaft von morgen“. Brisant: journalist ist das Mitgliedermagazin des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), welches in seinem Auftrag der New Business Verlag produziert. Solch eine extreme Nähe eines Mediums zur Wirtschaft ist stets kritisch zu betrachten. Auch für Kajo Döhring, Bundesvorsitzenden des DJV, war eindeutig eine Grenze überschritten. Weiterlesen →

13. September 2017
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Lokaljournalismus, diese inszenierte Scheiße

Wieder hat ein Unternehmen zu einem Pressetermin eingeladen, um ein neues Produkt vorzustellen, einen Neubau einzuweihen oder dergleichen. Die PR-Abteilung hat für tolle Bildmotive gesorgt, auf die sich die Fotografen der regionalen Medien stürzen. Eifrig wird unreflektiert berichtet, was vor Ort gesagt wurde. (Kritische) Nachfragen oder Anlässe für weitere Recherchen Fehlanzeige. Der Jubelbericht ist billig und schnell produziert – nur ich kann es nicht mehr sehen. Weiterlesen →

16. Mai 2017
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Vernünftige Antworten auf vermeintlich dumme Leserfragen geben

Eine Eilmeldung der Presseagentur dpa rauscht durch die Medienlandschaft und zahlreiche Zeitungen übernehmen den Text. Manch ein Leser möchte mit seiner Frage, ob alle Medien „gleichgeschaltet“ sind provozieren, manche sind ehrlich verwundert. Nun könne man in den Kommentarspalten wie bei der Welt seitens der Redakton mit bissigem Humor antworten, doch dies sei laut Michael Würz vom Zollern-Alb-Kurier mitunter fatal, wie er in einem Workshop auf dem diesjährigen Frankfurter Tag des Onlinejournalismus sagte. Weiterlesen →

26. April 2017
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Medien in der Glaubwürdigkeitskrise?!

Wie sollen Journalisten dem Misstrauen der Mediennutzer begegnen? Lohnt sich der direkte Dialog mit dem Leser? Muss und kann Vertrauen in die Medien überhaupt zurück gewonnen werden? Wo nimmt der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Aufgaben nur ungenügend wahr? Diesen und weiteren Fragen gingen die Referenten am gestrigen Frankfurter Tag des Online-Journalismus nach. Für mich steht fest: Wir brauchen weniger Helikopter. Weiterlesen →

30. März 2017
von Jens Brehl
Keine Kommentare

„Facebook ist ein Quatschraum“

Ralf Freitag, Geschäftsführer der Lippischen Landes-Zeitung hält nichts davon, dass Regionalzeitungen Facebook bei der Suche nach Falschmeldungen unterstützen sollen.

Stattdessen plädiert er dafür, sich auf die eigenen Stärken und Aufgaben zu besinnen. Lokal- und Regionalzeitungen müssten wieder zur Stimme der Menschen im Verbreitungsgebiet werden. Wie das und noch mehr gelingen soll, hat er in seinen Forderungen an den modernen Lokaljournalismus formuliert.

1. März 2017
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Public Relations als Notlösung

Schlechte Bezahlung und unsichere Arbeitsplätze sind eine schlechte Kombination. Daher wechseln Journalisten mitunter die Seiten des Schreibtisches, indem sie künftig als PR-Berater arbeiten.

Kommunikationswissenschaftler Thomas Koch befragte gelernte Journalisten über ihren Seitenwechsel, wie die taz berichtet. So manch ein ehemaliger Kollege bedauert, keine kritischen Fragen mehr stellen und daher nicht mehr umfassend informieren zu können. Doch im Sinne von „ich bin zwar nicht mehr so jung, brauche aber trotzdem das Geld“, zieht die PR-Branche Journalisten an. Mehr dazu in der taz.

10. November 2016
von Jens Brehl
Keine Kommentare

„Die Fehlerhäufigkeit in Zeitungen ist mitunter unerträglich“

Auf Vorwürfe à la „Lügenpresse“ hat die Main-Post nicht gewartet, sondern bereits 2004 die Stelle eines Medienombudsmanns geschaffen. Seitdem kümmert sich Anton Sahlender als Leseranwalt um Beschwerden, kritisiert Beiträge des eigenen Mediums und erklärt die Arbeitsweise der Redakteure. Über 600 Kolumnen hat er bereits veröffentlicht. Wer den Protest von Lesern ignoriert, der beschädigt auf Dauer die eigene Marke und sorgt für einen steten Vertrauensverlust. Doch wer zwischen Medienmachern und -nutzern vermitteln möchte, braucht auch ein dickes Fell. Weiterlesen →

27. September 2016
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Jung-Journalisten-Tag beim hr: „Radio ist immer ein Kompromiss“

Wie wählen Radiomacher die passende Musik, nach welchen Kriterien gestalten sie das Programm und ist das Volontariat der beste Einstieg in die Branche? Diese und weitere Fragen wurden am Jung-Journalisten-Tag beim Hessischen Rundfunk (hr) am 23. September diskutiert. 54 junge und wissbegierige Kollegen zogen auch die ansprechenden Workshops in die Sendezentrale in Frankfurt am Main. Weiterlesen →

21. September 2016
von Jens Brehl
Keine Kommentare

Das Leben als Freiberufler…

… hat viele Vorteile, aber auch Nachteile. Oft kann man sich seine Arbeitszeit frei einteilen, sich auch eigenen Projekten widmen und dergleichen. Aber es gibt auch Termindruck, Existenzangst als (ständiger) Begleiter und die Gefahr als Einzelkämpfer zu vereinsamen.

Schon eine ganze Weile wollte ich mein Leben als Freiberufler weiter beschreiben, doch dank @ojour_de bin ich per Twitter auf den Artikel „13 Jahre als freier Autor. Was ich in dieser Zeit gelernt habe.“ von Falko Löffler aufmerksam geworden. Der sagt eigentlich alles.