Früh übt sich: Von der Kunst eine ansprechende Schülerzeitung zu gestalten

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Felix Molchanov leitet ein echtes Schmierblatt oder besser gesagt die Redaktion der Schülerzeitung „Schmierblatt“, die quartalsweise an der Freiherr-von-Stein-Schule in Wetzlar erscheint. 2014 erhielten die Macher den Minneburgpreis der Stadt Wetzlar. Wie es dem Neuntklässler Molchanov gelingt, unterschiedliche Themenwünsche unter einen Hut zu bringen, warum er und seine Mitstreiter in Zeiten von Facebook & Co. auf eine gedruckte Zeitung setzen und was einen guten Journalisten auszeichnet verrät er im Interview.

Felix-Molchanov-Freigeber

Als Redaktionsleiter gibt Felix Molchanov einer gedruckten Zeitung und geordnete Debatten den Vorzug.
Bild: privat

Jens Brehl: Was sind Ihre Aufgaben als Redaktionsleiter?

Felix Molchanov: Ich bin für das Organisatorische verantwortlich. So schaue ich, dass jeder in der Redaktion seine Aufgaben kennt. Gleichzeitig bin ich bei Problemen, die bei der Arbeit an einer Schülerzeitung zwangsläufig entstehen, der Ansprechpartner. So geraten unsere Autoren und Autorinnen schon einmal mit ihren Artikeln in Verzug, wenn sie gleichzeitig viel für die Schule tun müssen. Wir unterstützen dann, um das Beste aus der Situation zu machen. Darüber hinaus schreibe ich auch eigene Beiträge.

Jens Brehl: Was macht Ihnen am meisten Spaß?

Felix Molchanov: Die Zusammenarbeit mit anderen und ich komme in Kontakt mit vielen Gleichaltrigen. Zudem ist es einfach ein schönes Gefühl zu helfen.

Jens Brehl: Warum erstellt Ihr eine gedruckte Zeitung – informieren sich nicht gerade jüngere Leser bei Facebook & Co.?

Felix Molchanov: Wir haben uns bewusst gegen eine Online-Zeitung und für eine gedruckte Ausgabe entschieden, mit der wir unsere Leser besser erreichen. Wenn sie eine gedruckte Zeitung in den Händen halten, bekommen sie ein Gefühl dafür, wie viel Arbeit wir hinein gesteckt haben. Auf dem digitalen Weg geht das verloren.

Unsere Facebook-Seite gab es zwar schon seit ein paar Jahren, aber wir haben sie erst jetzt richtig belebt.

Jens Brehl: Wie entsteht eine neue Ausgabe?

Felix Molchanov: Das ist immer ein langer Prozess. Zunächst überlegen wir uns gemeinsam ein Titelthema, dann planen wir die Artikel, die dem thematischen roten Faden folgen. Erst wenn möglichst alle Redaktionsmitglieder mit dem Konzept zufrieden sind, teilen wir die einzelnen Aufgaben untereinander auf.

In der nächsten Phase werden die Beiträge geschrieben. Bereits hier habe ich ein Auge darauf, ob alles klappt. Etwa nach drei Wochen setzen wir uns wieder alle zusammen und diskutieren unsere Zwischenergebnisse. Ganz zum Schluss ist dann die Layout-Gruppe an der Reihe, damit auch ein ansprechendes Heft entsteht.

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