EVAU Magazin: Ein Hoch auf die Vereinskultur

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Ein großer Teil des gesellschaftlichen Engagements und Ehrenamts findet in Vereinen statt. Und deren Zahl wächst: 2016 gab es derer 603.882 in Deutschland. Für manch einen klingt das aber verdächtig spießig nach Vereinsmeierei, stundenlangen Sitzungen mit etlichen Tagespunkten, Bürokratie und verstaubten Denkmustern. „Wir möchten nachschauen, ob die ganzen Klischees stimmen“, sagt Anton Tsuji, Chefredakteur von EVAU. Sein Magazin widmet sich konsequent der Vereinskultur und bringt in den Reportagen zuweilen Erstaunliches hervor.

Einen Teil der kreativen Köpfe hinter EVAU (von links nach rechts): Chefredakteur Anton Tsuji, stellvertretender Chefredakteur Florian Burkhardt und Art Direktorin Tanja Haller.
Bild: Christoph Kalscheuer

So zeigt der Besuch beim Blasmusikverein, dass sich durchaus auch junge Menschen engagieren. Dank ausführlicher Übersicht verstehen auch (Noch-)Nicht-Fans von Perry Rhodan, welche Faszination das deutsche Star Wars ausmacht. Umweltschutz, Sport, Sterbebegleitung, Rollenspiele und andere ausgefallene Hobbys sind weitere Themen der ersten Ausgabe. Und wer hätte es gedacht, auch das Sammeln von Streichholzschachteln ist eine echte Wissenschaft für sich und die Schachteln selbst interessante Zeugnisse des jeweiligen Zeitgeistes sind? Natürlich gibt es sogar für diese ausgefallene Hobby mit der Phillumentischen Gesellschaft einen eigenen Verein. „Egal was mich interessiert, durch ein paar Klicks im Internet finde ich den für miich passenden Verein“, sagt Tsuji begeistert. Nun war es an der Zeit, noch mehr hinter die Kulissen zu blicken.

Vereine haben gesellschaftliche Relevanz

Bisher oblag es meist den jeweiligen Lokalredaktionen, über die ansässigen Vereine und deren Aktivitäten zu berichten. Dann brachte die Agentur pr+co, ansonsten Dienstleister für Mitarbeiter- und Kundenmagazine, mit dem überregionalen EVAU das erste eigene und damit von einem Auftraggeber unabhängige Magazin heraus. „Uns war wichtig, dass uns die Themen selbst interessieren und auch eine gesellschaftliche Relevanz haben. Mit unserer Arbeit möchten wir etwas bewegen.“

Dabei gelingt es den Machern, neben schönen Fotos auch lesenswerte Geschichte über interessante und auch liebenswert verschrobene Menschen zu bieten. Doch Vorsicht: Die Leidenschaft für ein bestimmtes Thema kann leicht überspringen. So überlegt der Freigeber durch die Lektüre angeregt selbst ernsthaft, ob er sich mit Perry Rhodan beschäftigen sollte.

Die zweite Ausgabe soll im ersten Quartal 2018 an den Kiosk kommen und das Magazin danach halbjährlich erscheinen. Als nächstes möchte die Redaktion unter anderem in die Welt eines Kleintierzuchtvereins eintreten.

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