Deutsche Ausgabe von Charlie Hebdo eingestellt

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Am 30. November erschien die letzte deutsche Ausgabe der durchaus umstrittenen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo. Damit endete der Import von französischer Satire nach nur einem Jahr. „Es fiel uns nicht leicht, Euch zu verstehen, so wie es Euch sicher nicht immer leichtfiel, uns zu verstehen. Und wir selbst wussten nicht, wie viele Leser es braucht, damit eine gedruckte Zeitung heute rentabel ist“, schreiben die Herausgeber.

Zum Abschied hat es Angela Merkel wieder auf das Cover geschafft.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Der französische Humor hat hierzulande wohl nicht gezündet. Größtenteils wurden Inhalte der wöchentlich erscheinenden Charlie Hebdo aus dem Französischen übersetzt. Es gab aber auch Zeichnungen und Artikel, die sich mit deutschen Themen wie dem Abgasskandal, Dauer-Regierung durch Angela Merkel und mehr befassten.

„Ich bin Charlie“

Im Januar 2015 verübten Islamisten einen Anschlag auf die Redaktion, bei dem zwölf Menschen starben. Auslöser waren Karikaturen über den Propheten Mohammed. Weltweit bekundeten daraufhin viele mit dem Spruch „Je suis Charlie“ („Ich bin Charlie“) ihre Solidarität, wie auch in Deutschland. Allerdings scheint der Rückhalt nicht ausgereicht zu haben, um genügend Leser und damit Käufer zu finden.

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